LKW und der elektrische Akkubetrieb

LKW und der elektrische Akkubetrieb

06.01.2022

Trotz aller Fortschritte beim Wasserstoffantrieb geben sich die Förderer der Akku-Technologie nicht geschlagen. Die Transportunternehmen Sennder und Cabot haben jetzt einen elektrisch angetriebenen 40-Tonner testweise 300 km durch Europa fahren lassen. Das Fahrzeug hatte mehr als 17 Tonnen Ladung dabei und bewältigte eine Strecke durch die Niederlande und Belgien. Dabei mussten die Batterien des e-LKW zweimal aufgeladen werden. Dafür wurden jeweils 2 Stunden Ladezeit fällig. Natürlich zeigten sich die Durchführenden sehr zufrieden. Doch die Rechnung scheint derzeit noch nicht aufzugehen. Wenn bei einem Transportweg von 150 Kilometer hin und 150 Kilometer zurück sich die erzwungene Wartezeit an der Ladesäule auf 4 Stunden beläuft, entspricht das in etwa fast der gleichen Dauer wie für die gesamte Fahrzeit. Selbst wenn das Aufladen bei perfekter Streckenplanung am jeweiligen Ziel und parallel zum Be- und Entladen stattfinden könnte, sähe die wirtschaftliche Bilanz doch eher durchwachsen aus. Nichtsdestotrotz wird Mercedes-Benz Trucks im nächsten Jahr anfangen, 120 E-Actros an Einride auszuliefern. Enride ist ein schwedisches Technologieunternehmen, und der Auftrag der bislang größte seiner Art. Die E-Actros Modelle 300 und 400 sind keine Schwerlasttransporter, ihre Reichweite daher soll mit 97 kWh bis zu 400 km betragen. Diese Rechnung könnte aufgehen.